Filmgespräch: Papst Franz Franziskus – Ein Mann seines Wortes am 20. Mai

Was für ein ungewöhnlicher Film! Über einen außergewöhnlichen Mann, der  von einem außergewöhnlichen Regisseur auf sehr ungewöhnliche Art in Szene gesetzt wird. Der Film verblüfft. Ob er begeistert, entscheidet sich im Nachgang. Klar ist: der Papst wollte diesen Film, und er wollte, dass Wim Wenders ihn dreht. Gut möglich, dass Wenders Film über Salgado der Schlüssel zu diesem Film war. Wenders nahm das Angebot an, erhielt dem Vernehmen nach freie Hand, bekam Zugang zu den Archiven des Vatikans und führte vier lange Gespräche mit Franziskus. Das Publikum fühlt sich direkt angesprochen wie bei einer Privataudienz. Fast alles kommt zur Sprache, vieles wird mit Archivmaterial dokumentiert. Franziskus hält den Gesprächsfaden in der Hand, und Wenders setzt Franziskus ins Licht, nach allen Regeln der Siebten Kunst. Er tut dies mit viel Empathie und wenig kritischer Distanz. Das wird ihm vorgeworfen. Aber dessen war er sich natürlich bewusst.


In Kooperation mit: AK Dialog Synagogenplatz, ESG-KHG und Hochschule für Verwaltung und Finanzen (HVF)