Filmgespräch

Libertador (ausgefallen)


Venezuela, Spanien 2013
Regie: Alberto Arvelo
 
Der Mann ist ein Mythos, spätestens nachdem er folgende Rede hielt: „Meine Brüder, was ihr hinter mir seht, ist keine Grenze. Das hier ist nur ein Fluss. Als die Spanier hierher kamen, nannten sie ihn eine Grenze und trennten uns. Aber wir alle, die wir hier stehen, sind Söhne Amerikas, auf beiden Seiten dieser Ufer, Venezuela genauso wie Neu-Granada. Keiner hat das Recht, uns voneinander zu trennen.“ Mit der Flussüberquerung nahm die erste bolivarische Revolution ihren Lauf. Und sie hielt sich nicht an geltendes Recht, denn „Gesetze, die nur Privilegierte schützen, sind Tyrannei“. Dennoch verbündete sich Simon Bolívar mit dem anderen großen Befreier Lateinamerikas, dem argentinischen General José San Martin. In Guayaquil reichten sie sich die Hand, der Republikaner im Geiste der Französischen Revolution und der überzeugte Monarchist. Auch der Film selbst ist ein Brückenschlag. Die ehemalige Kolonialmacht kooperierte mit dem Land, das für die zweite bolivarische Revolution steht, und selbst die verprellte Neokolonialmacht im Norden des Kontinents beteiligte sich an dem aufwändigen Projekt.


In Kooperation mit: Ecuadorianisches Honorarkonsulat in Ludwigsburg




2021811
Kursgebühr:
6,00
(nur Abendkasse)