Filmgespräch

Der Ruf des Fayu Ujmu


Deutschland / Ecuador 2003
Regie: Rainer Simon

Der Ruf des Fayu Ujmu  
– frei nach einer Legende der Chachi-Indianer Ecuador

Die beiden Andenstaaten Bolivien und Ecuador haben seit gut zehn Jahren Verfassungen, in denen die Rechte und Weltsichten der Indigenen eine prominente Rolle spielen. Seither sind Leitbegriffe wie „Pachamama“ (Mutter Erde) und „Buen Vivir“ (die ganzheitliche Kunst, gut zu leben) in aller Munde. Auch indigene Mythen und Narrative werden inzwischen diskutiert, verlegt, verfilmt und didaktisiert. Schon 2003, also 5 Jahre vor der ecuadorianischen „Bürgerrevolution“ drehte Rainer Simon einen Film über einen indigenen Mythos. Und er drehte ihn im Rahmen eines Video-Workshops auf Augenhöhe mit den Menschen, die diesen Mythos leben.

Rainer Simon, der einzige DEFA-Regisseur, der einen Goldenen Bären gewann, hatte kurz vor der Wiedervereinigung den ersten und einzigen deutschen-deutschen Film gedreht. Als wir „Die Besteigung des Chimborazo“ im Oktober 2020 zeigten und Rainer Simon zuschalteten, erfuhren wir, wie sehr Filme Menschen schon bei den Dreharbeiten verbinden können. Rainer Simon blieb dem Land und den Menschen treu. Er drehte mehrere Dokumentarfilme über indigene Lebens-, Gefühls- und Denkwelten.

Filmgespräche in Anwesenheit des Regisseurs.
 
In Kooperation mit: Ecuadorianisches Honorarkonsulat in Ludwigsburg



1 Abend, 07.05.2021
Freitag, 19:00 - 22:00 Uhr
1 Termin(e)
Rainer Simon
2111805
Kulturzentrum, Wilhelmstraße 9/1, 71638 Ludwigsburg, kleiner Saal, Hochparterre
Kursgebühr:
6,00
(nur Abendkasse)