Blinder Fleck in der Stadtgeschichte

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Dutzende Männer wurden im Ludwigsburger Neckartal Opfer der mörderischen NS-Militärjustiz. Deutsche Deserteure sowie französische und belgische Widerstandskämpfer verloren hier ihr Leben. Während des 2. Weltkrieges war Ludwigsburg als Ort der Militärgerichtsbarkeit auch Hinrichtungsstätte. Mindestens 26 Todesurteile wurden wegen Wehrkraftzersetzung, Desertion und Verstoßes gegen die „Kriegssonderstrafrechts-Verordnung“ ausgesprochen und vollzogen. Außerdem wurden in Ludwigsburg 17 belgische sowie 25 französische Widerstandskämpfer hingerichtet.
In Ludwigsburg gab es Schießplätze für das Schießtraining der Soldaten und im Schießtal wurden Hinrichtungen vollzogen. Die letzte Exekution in Ludwigsburg wurde noch am 10. April 1945 im Favoritepark ausgeführt. In der Veranstaltung zeigt die Ludwigsburger Stolperstein-Initiative beispielhaft Schicksale von Hingerichteten. Außerdem werden die Praxis der Militärjustiz sowie der lange Kampf um öffentliche Anerkennung als Opfergruppe des Nazi-Regimes dargestellt. Schließlich wird auch das Projekt Mahn-Denk-Mal Schießtal vorgestellt und erläutert. Im Anschluss an den Vortrag können Fragen gestellt und Meinungen ausgetauscht werden.



1 Vormittag, 15.12.2023
Freitag, 09:30 - 12:00 Uhr
1 Termin(e)
Fr 27.10.2023 09:30 - 12:00 Uhr
abgesagt
Kulturzentrum, Wilhelmstraße 9/1, 71638 Ludwigsburg, Raum 303, 3. OG
Fr 15.12.2023 09:30 - 12:00 Uhr Kulturzentrum, Wilhelmstraße 9/1, 71638 Ludwigsburg, Raum 303, 3. OG
Walter Mugler
2321156 
Kursgebühr:
16,00

Belegung: 
Plätze frei
(Plätze frei)