Unsere derzeitige gesellschaftliche Situation zeigt uns deutlich unsere Verletzlichkeit und Angewiesenheit. Wir spüren gegenwärtig das Wegbrechen von lange geglaubten Sicherheiten. Gerade in einer solchen Situation spüren wir unsere gegenseitige Angewiesenheit füreinander. Die Veranstaltung schafft ein Forum zur Frage des Zusammenhalts und der Sorge in unserer Gesellschaft. Der international renommierte Medizinethiker Prof. Dr. Giovanni Maio aus Freiburg wird zu diesen Themen aus medizinischer Sicht Stellung beziehen. „Die Medizin ist eine Disziplin, die gerade dann aufgerufen wird, wenn das Leben sich in einer Krise befindet. Gerade im Kranksein erlebt der Mensch seine Angewiesenheit neu und wird sich seiner Grundverletzlichkeit bewusst. Doch was heißt es genau, verletzlich zu sein? Und was bedeutet die Verletzlichkeit für die Identität der Medizin. Die These ist, dass die Medizin sich als Antwort auf die Verletzlichkeit als eine gelebte Praxis der Sorge verstehen muss. Doch was heißt Sorge genau, und warum ist sie gerade für die Medizin so relevant?“ Prof. Dr. Giovanni Maio ist Professor für Bioethik sowie Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Er berät die Bundesregierung, die Bundesärztekammer wie auch die deutsche Bischofskonferenz.
In Kooperation mit: AWO Ludwigsburg, katholische Gesamtkirchengemeinde und Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz