Spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Regie: Iciar Bollaín (FSK 12)
Ein Geschenk am Ende des Films enthält das schiere Glück. Fast noch mehr als das magische Elixier im Holzkästchen besteht das Glück darin, dass der Beschenkte den Wert des Geschenks schätzt und den Anderen als biografisch gewachsene Persönlichkeit wertschätzt. Diese doppelte Wertschätzung entwickelte sich im Laufe der Dreharbeiten zu einem „Histo-Pic“ über eines der vielen düsteren Kapitel der spanischen Kolonialgeschichte. Der Beschenkte ist der Produzent, der Schenkende der indigene Hauptdarsteller des „Films im Film“. Die Dreharbeiten an dem kolonialgeschichtlichen Stoff werden durch die neokolonialen Kämpfe am Drehort überlagert. Hintergrund ist der historische Wasserkrieg von Cochabamba in Bolivien. Plötzlich muss das Filmteam, das Geschichte „nur“ in Szene setzen wollte, Position beziehen und in die Zeitgeschichte eingreifen. Die verblüffenden Brückenschläge aus dem (anti-)kolonialen Dort und Damals ins postkoloniale Hier und Jetzt machen diesen Film zu einem Manifest der Selbstwirksamkeit.
In Kooperation mit: Deutsch-Ecuadorianische Gesellschaft, Honorarkonsulat Ecuador