Ideologien der extremen Rechten und demokratische Gegenstrategien
Extrem rechte Weltanschauungen beruhen auf Ideen von Ungleichheit und der Abwertung bestimmter Menschengruppen. Sie teilen die Gesellschaft in ein angeblich „wertvolles Volk“ und andere Gruppen ein, die abgewertet oder ausgeschlossen werden. Damit verbinden sie gezielt Versprechen eines besseren Lebens – etwa mehr Sicherheit, Anerkennung oder eine klare Identität. Komplexe gesellschaftliche Probleme werden dabei vereinfacht und auf eindeutige Feindbilder reduziert; individuelles oder kollektives Glück wird häufig an die Abwertung und Ausgrenzung anderer geknüpft. Was steckt hinter diesen Versprechen, und warum können sie für manche Menschen attraktiv sein? Welche Folgen hätte ihre politische Umsetzung für eine demokratische Gesellschaft? Daraus ergibt sich die Frage, welche Gegenstrategien notwendig sind, um inklusive Vorstellungen von Glück und Zukunft zu stärken, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und die Fähigkeit zu fördern, Vielfalt und Ambivalenz auszuhalten.
Prof. Dr. Léonie de Jonge ist Professorin für Rechtsextremismusforschung mit dem Schwerpunkt politische Akteure und Ideologien am Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex) der Universität Tübingen.
In Kooperation mit: Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Ludwigsburg e.V., Landeszentrale für politische Bildung Ludwigsburg