Vortrag als Begleitveranstaltung zur Kunstfahrt nach Wiesbaden in die Ausstellung „Die Blauen Reiterinnen“
Marianne von Werefkin
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Bilder und Briefe an einen Unbekannten Sie gilt als die eher unbekannte Künstlerin im Kreis des Blauen Reiter, obwohl sie mit ihren kunsttheoretischen Überlegungen entscheidend an der Entwicklung der modernen Malerei beteiligt war. So trafen sich in ihrem Salon in der Giselastraße in München sowohl die Maler der Neuen Künstlervereinigung München mit Kandinsky als Vorsitzendem als auch die Mitglieder der Redaktion des Almanachs „Der Blaue Reiter“. Künstlerisch jedoch galt ihr gesamtes Augenmerk ihrem Zögling Alexej Jawlensky. Ihm zuliebe gab die als „russischer Rembrandt“ gefeierte Malerin ihre Kunst auf, um sich zehn Jahre in künstlerischer Hinsicht ganz ihrem Schützling widmen zu können. Als Wut und Enttäuschung sie wieder zum Schaffen drängen, gestaltet sie Bilder, die von ihrer Verbitterung und ihren Ängsten berichten.
Ulla Groha studierte Kunstgeschichte, Publizistik und Deutsche Volkskunde in Mainz und Dijon. Seit 1998 ist sie freiberufliche Kunsthistorikerin und Museumspädagogin bei verschiedenen Bildungseinrichtungen der Region und der Staatsgalerie Stuttgart.