Der Surrealismus suchte nach neuen Wegen, das Unbewusste sichtbar zu machen. Träume, spontane Einfälle und Zufälle wurden bewusst in den künstlerischen Prozess einbezogen. Doch hinter den scheinbar irrationalen Bildern steht eine eigene Logik. Der Vortrag widmet sich den Methoden und Denkweisen der surrealistischen Bewegung: automatisches Zeichnen, überraschende Bildkombinationen und das Spiel mit Assoziationen. So entsteht eine Kunst, die nicht geplant wirkt und dennoch strukturiert ist. Der Blick auf diese Arbeitsweisen zeigt, wie der Surrealismus neue Formen des Denkens und Sehens entwickelte.
Dr. Julia Wuggenig ist Kunsthistorikerin und Museumspädagogin. Sie macht unter anderem regelmäßig Führungen in der Kunsthalle Mannheim.