Der Surrealismus wurde lange vor allem mit männlichen Künstlern verbunden. Doch zahlreiche Künstlerinnen prägten die Bewegung entscheidend mit. Sie entwickelten eigenständige Bildwelten voller Transformation, Traumzustände und poetischer Symbolik. Der Vortrag stellt zentrale Positionen vor und zeigt, wie Künstlerinnen den Surrealismus erweiterten und neu interpretierten. Im Mittelpunkt stehen individuelle Perspektiven, die Fragen nach Identität, Körper, Mythos und Freiheit aufgreifen. So eröffnet sich ein differenzierter Blick auf eine Bewegung, die vielfältiger war als lange angenommen.
Dr. Julia Wuggenig ist Kunsthistorikerin und Museumspädagogin. Sie macht unter anderem regelmäßig Führungen in der Kunsthalle Mannheim.