Ist Transhumanismus „eine der gefährlichsten Ideen“ oder eine Bewegung, die „das kühnste, mutigste, visionärste und idealistischste Bestreben der Menschheit“ realisiert? Moderne Technologien, wie Prothetik, Gentherapie und regenerative Medizin werfen ethische Fragen auf. Mit dem Ziel der Überwindung der Sterblichkeit und der Vermischung von natürlichen und künstlichen Organen (Gehirn-Computer-Schnittstelle) werden die grundlegenden Kategorien der europäischen Ontologie – und damit unseres Weltverständnisses – außer Kraft gesetzt. Ihre historischen Vorbilder sucht die transhumanistische Bewegung unter anderem in alten Mythologien und archetypischen Wunschvorstellungen und in der Philosophie des ‚Übermenschen‘ Friedrich Nietzsches.
Dr. Reinhard Nowak studierte Philosophie, Germanistik, Anglistik und Linguistik.